Nationalparks

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In Schweden gibt es aktuell 29 Nationalparks, aber es kommen immer wieder neue Gebiete hinzu. So ist zum Beispiel der Kosterhavet Nationalpark erst 2009 geschaffen worden. Die ersten Nationalparks Schwedens entstanden vor über einhundert Jahren. Zu den ersten Nationalparks in Schweden gehören zum Beispiel der Sarek und der Ängsö Nationalpark. Die Nationalparks Schwedens sind nicht auf eine bestimmte Region des Landes begrenzt sondern über ganz Schweden verteilt. Sie decken alle zusammen eine Fläche von fast 8000 Quadratkilometern ab.

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Innerhalb der Parks findet man teilweise noch gesondert geschützte Gebiete, die zum Beispiel zu Brutzeiten von dem sonst geltenden Allemansrätt ausgenommen sind. Im allgemeinen kann man aber die Nationalparks grundsätzlich aus nächster Nähe und in kompletter Freiheit erleben.
Bei einem Land wie Schweden, dass auf Grund seiner Ausdehnung von Norden nach Süden über viele verschiedene Landschaftsformen verfügt gibt es natürlich ebenso viele verschiedene Nationalparks, so dass eigentlich für jeden etwas dabei ist. In Lappland im Norden von Schweden findet man riesige Nationalparks mit Größen von bis zu 2000 Quadratkilometern.

Die Nationalparks Sarek, Padjelanta und Stora Sjöfallet grenzen hier alle aneinander und decken dadurch ein gigantisches Gebiet von über 5000 Quadratkilometern ab. Hierbei handelt es sich um eine Landschaft, die so unberührt und ursprünglich ist, dass sie nur von den Samen für ihre Rentierherden genutzt wird und mit zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Diese raue Wildnis eignet sich besonders für Menschen mit Outdoorerfahrung, die nicht auf markierte Wege angewiesen sind und mehrtägige oder mehrwöchige Ausflüge unternehmen möchten. Weiter im Süden wird die Landschaft Schwedens etwas idyllischer und so finden sich hier auch kleinere Nationalparks, die leichter zugänglich und auch für kürzere Ausflüge geeignet sind. 

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Während der Björnlandet Nationalpark noch etwas ursprünglicher ist findet man zum Beispiel im Söderåsen Nationalpark die schöne idyllische Landschaft Südschwedens. Hier ziehen sich Wanderwege durch einen ruhigen Laubwald.
Wer es lieber etwas bergiger mag sollte sich vielleicht den Fulufjället Nationalpark mal ansehen. Dort findet man an der Grenze zu Norwegen die typisch nordischen Fjelllandschaften. Kosterhavet ist ein Meeresnationalpark an der Westküste von Schweden. Hier findet man Seehunde, Schären und sogar Korallenbänke als Teil einer Artenvielfalt, die an Schwedens Küsten einzigartig ist.
File 342Eine Besonderheit unter den Nationalparks ist zum Beispiel der Ängsö Nationalpark nordöstlich von Stockholm. Hierbei handelt es sich um eine kleine Insel im Stockholmer Schärengarten, die zum Nationalpark erklärt wurde um die dort im 18. und 19. Jahrhundert entstandenen landwirtschaftlichen Nutzflächen in ihrer historischen Form zu bewahren. Ein weiterer Nationalpark auf einer Insel ist der Djurö Nationalpark im Vänersee. Genau wie der Ängsö Nationalpark ist auch Djurö nur nach einer etwas längeren Bootsfahrt zu erreichen und nicht besonders groß aber trotzdem einen Besuch wert.