Geschichte

 Jahr Ereignis
8000 bis 6000 vor Christus begann die Besiedelung der Region Schweden. Zu dieser Zeit waren die Siedler noch Jäger und Sammler. Erst in der Eisenzeit lässt sich feststellen, dass die Menschen in größerer Zahl sesshaft werden und dass Landwirtschaft an Bedeutung gewinnt
9. bis 11. Jhd. In der Wikingerzeit fahren Wikinger auf Raubzüge und Handelsfahrten in der ganzen damals bekannten und teilweise auch unbekannten Welt. Die Handelsbeziehungen reichten bis Byzanz und vom Baltikum aus über Flüsse bis weit nach Russland hinein.
11. und 12. Jhd. Schweden wendet sich langsam dem Christentum zu und immer mehr Gebiete der Region werden unter einer gemeinsamen Führung zusammengefasst.
13. Jhd. König Magnus Ladulå führt umfassend eine feudale Monarchie ein.
Mitte des 13. Jhd. Die heutige Hauptstadt Stockholm wird von Birger Jarl gegründet.
14. Jhd. Der schwarze Tod wütet in Schweden. Außerdem beginnt der Handel mit der Hanse langsam zu wachsen.
1397 Königin Margaret I von Dänemark gründet die Kalmar Union unter der die nordischen Länder unter der Führung eines Monarchen vereint werden.
15. Jhd. Steigende Spannungen legen die Grundlage für einen lang andauernden Konflikt zwischen Schweden und Dänemark und führen schließlich zum Zusammenbruch der Union.
1520 Bei dem Stockholmer Blutbad werden fast 100 schwedische Adelige vom König Christian II. hingerichtet. Dies führte zu einer Rebellion in Schweden unter Gustav Wasa.
1523 Schweden tritt endgültig aus der Kalmar Union aus und Gustav Wasa wird König von Schweden. Während seiner Zeit als König sagte sich Gustav Wasa vom Papst los und reformierte die Kirche. Nachdem Schweden hiermit protestantisch wurde führte er noch weitere umfassende Reformen durch, die den Grundstein legten für ein Schweden, welches in den kommenden Jahrhunderten eine wichtige Großmacht in Europa sein sollte.
1544 Gustav Wasa führt die Erbmonarchie ein.
1558-1583 Im Livländischen Krieg kämpfte Schweden erfolgreich mit Dänemark um die Vorherrschaft im Baltikum.
1611 bis 1613 Schweden und Dänemark ringen im Kalmarkrieg weiter um die Vormachtstellung. Schweden verliert und muss nach dem Frieden von Knäred eine Entschädigung an Dänemark zahlen. Es war Dänemark aber nicht gelungen Schweden entscheidend zu schlagen.
1610-1617 Schweden gewinnt einen Krieg mit Russland und erhält im Frieden von Stolbowo einen Großteil der Provinz Ingermanland, welche am östlichen Baltikum lag.
1621 Der König von Schweden gründet an der Westküste des Landes die Stadt Göteborg.
1628 Das Kriegsschiff Vasa sinkt auf seiner Jungfernfahrt schon nach wenigen Minuten im Hafen von Stockholm.
1630 Schweden greift unter Gustav II Adolf auf protestantischer Seite in den Dreißigjährigen Krieg ein.
1645 Schweden schließt Frieden mit Dänemark und beendet damit einen Teilkrieg des Dreißigjährigen Krieges erfolgreich. Dänemark muss mehrere Gebiete an Schweden abtreten.
1648 Der Westfälische Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg und hat weitere Gebietsabtretungen an Schweden zur Folge.
1655 bis 1660 Schweden kämpft im zweiten nordischen Krieg erfolgreich gegen Polen-Litauen und seine Verbündeten und bestätigt damit seine Gebietsansprüche in den Verträgen von Roskilde und Oliva.
1674 bis 1679 Der Schwedisch-Brandenburgische Krieg zwischen Brandenburg-Preußen, Dänemark und Schweden führte zu keinen großen Veränderungen und wurde durch die Frieden von Saint-Germain und Lund beendet.
1700 bis 1721 Im großen nordischen Krieg wurde Schweden von Russland, Polen und Dänemark besiegt und musste große Teile seines Territoriums abgeben. Die Grenzen nach dieser Niederlage entsprachen ungefähr dem Gebiet des heutigen Schwedens und Finnlands.
1731 Die schwedische Ostindien Kompanie wird in Göteborg gegründet. Göteborg ist der alleinige Anlaufhafen für die Ostindien Kompanie und profitiert von den Waren, die vor allem aus China stammen.
1766 In Schweden tritt ein Gesetz in Kraft, welches die Pressefreiheit garantiert.
1809 Nachdem Schweden während der Koalitionskriege besiegt wurde musste es Finnland an Russland abtreten.
1810 Der französische Marschall Bernadotte wurde zum schwedischen Thronfolger gewählt.
1814 Das von Schweden besiegte Dänemark musste Norwegen an Schweden abtreten. Norwegen erklärte kurz darauf seine Unabhängigkeit. Schweden marschierte daraufhin in Norwegen ein, um seinen Anspruch auf Norwegen durchzusetzen. Nachdem Norwegen besiegt war wurde es in einer Union mit Schweden zusammengelegt. Dies war bis heute der letzte Krieg an dem Schweden teilnehmen sollte.
1814 Norwegen wird in einer Union mit Schweden zusammengelegt.
1905 Die Union zwischen Norwegen und Schweden wird aufgelöst. Schweden erkennt die Unabhängigkeit Norwegens an und Norwegen wählt einen eigenen König.
1909 Das allgemeine Wahlrecht für Männer wird eingeführt.
1917 Die ersten Sozialdemokraten werden Teil der Regierung.
1920 Schweden tritt dem Völkerbund bei.
1921 Das allgemeine Wahlrecht für Frauen wird eingeführt.
1946 Schweden tritt den vereinten Nationen bei.
1961 Das im 17. Jahrhundert gesunkene, und fast vollständig erhaltene Kriegsschiff Vasa wird gehoben.
1980 Männliche und weibliche Erben erhalten das gleiche Anrecht auf den schwedischen Thron.
1990 Das Vasa Museum wird eröffnet und wird in den nächsten 20 Jahren zu einem der meistbesuchten Museen in Skandinavien.
1995 Schweden wird Mitglied der europäischen Union.