Ängsö Nationalpark

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Der Ängsö Nationalpark liegt etwa fünfzig Kilometer nordöstlich von Stockholm inmitten der Schärenlandschaft der ostschwedischen Küste. Der Park wurde zusammen mit den anderen ersten Nationalparks Schwedens im Jahre 1909 gegründet. Der Ängsö Nationalpark ist das komplette Gegenteil der großen Wildnis-Nationalparks im Norden von Schweden. Bei diesem Park handelt es sich lediglich um eine kleine Insel die weniger als einen Kilometer breit und etwas über einen Kilometer lang ist. Auch die Art der Landschaft der Insel unterscheidet sich stark von der unberührten Natur, die zum Beispiel im Sarek Nationalpark geschützt wird. Das Besondere und Schützenswerte am Ängsö Nationalpark sind Landwirtschaftliche Nutzflächen, die im 18. und 19. Jahrhundert von Menschenhand erschaffen wurden und die eine interessanten Einblick in die Zeit bieten. Heute hat sich aus den erhaltenen Flächen eine schöne Landschaft ergeben, die besonders im Frühling mit ihren Blumenwiesen beeindruckt. Ein kleiner Teil der Insel ist bewaldet und, genau wie der Rest der Insel auch, seit einigen Jahren sich selbst überlassen. Die geschützte Umgebung hat auch für viele Vogelarten einen sicheren Zufluchtsort geschaffen und entsprechend viele Vögel findet man auch auf der Insel.
Auf Grund ihrer Lage ist die Insel nur mit einem eigenen Boot oder mit der Fähre zu erreichen. Da nicht jeder ein eigenes Boot hat oder mieten kann bietet sich die Fahrt mit der Fähre an. Diese fährt vor allem in den Sommermonaten unter anderem von Stockholm nach Ängsö. Im Rahmen der Fährfahrt kann man auch gleich Karten für eine geführte Tour der Inseln erwerben und die schöne Schärenlandschaft an sich vorbeiziehen lassen. Natürlich kann man die Wanderwege auf der Insel auch alleine erkunden. Hierbei muss aber darauf geachtet werden, dass Teile der Insel zu den Brutzeiten der Vögel besonders geschützt sind.